• REGIONAL
  • BIO
  • FAIR
  • VERSANDKOSTENFREI AB 3 PAAR SOCKEN
  • REGIONAL
  • BIO
  • FAIR
  • VERSANDKOSTENFREI AB 3 PAAR SOCKEN

Klartext

Wir wollen Veränderung

Wirklich nachhaltig ist, nichts zu kaufen oder weniger zu kaufen. Und wenn, dann lieber hochwertig und langlebig. Denn mit ständig neuen Kollektionen (Stichwort: Fast Fashion) zählt die Textilindustrie zu den größten Umweltverschmutzern der Welt. Sie verursacht 1.2 Milliarden Tonnen schädliches Kohlenstoffdioxid jährlich. Das ist mehr als der internationale Flugverkehr und die Kreuzschifffahrt zusammen.

Frag dich: Wie viele deiner Klamotten ziehst du eigentlich wirklich an? Viele Textilien verschwinden nach dem ersten Tragen im Kleiderschrank oder werden erst gar nicht getragen. Wir müssen unseren Kosum einschränken, für unsere Umwelt und uns. Der 5er-Pack Socken von großen Handelsketten hat ausgedient. Wir brauchen Socken, die lange halten, möglichst wenig Ressourcen verbrauchen und am besten so stylisch aussehen, dass wir sie gerne und oft tragen - das alles ist SOXN.

Jetzt mal ehrlich

Auch Bio-Baumwolle verbraucht viel Wasser und wächst nicht in Deutschland.

Beim Anbau von Bio-Baumwolle ist der Wasserverbrauch zwar erheblich geringer als bei konventionell angebauter Baumwolle - doch er ist noch immer hoch. Daher ist es unser Ziel, den Baumwoll-Anteil in unseren Socken zukünftig sukzessive durch Hanf- und Nesselgarn auszugleichen. Denn diese Rohstoffe wachsen in Deutschland und sind somit noch nachhaltiger. Die Idee ist übrigens nicht neu. Denn schon früher wurden in Sachsen Socken aus Hanf und Nessel gestrickt. Selbst die Strickmaschinen kamen aus der Region.

Schon heute wird Hanf und Nessel in Deutschland angebaut und zu Garn verarbeitet. Allerdings sind die Mindestbestellmengen so riesig, dass wir uns diesen Rohstoff im Moment noch nicht leisten können. Zweitens müsste dieser Hanf-Nessel-Garn zuerst aufwändig getestet werden. Ob daraus tatsächlich ein Sportsocken gestrickt werden kann, der auch noch lange hält, das steht aktuell noch in den Sternen.

Bio heißt nicht gleich Fairtrade. Und Fairtrade nicht gleich bio.

Unser Bio-Zertifikat garantiert ausschließlich den ökologischen Anbau der Faser. Eigene soziale Standards beinhaltet das Label "bio" nicht. Im Gegensatz dazu, müssen fair gehandelte Produkte nicht zwangsläufig Bio-Standards erfüllen. Wir sind also in einer Zwickmühle. Eine Lösung wäre, dass wir sowohl Fairtrade als auch GOTS zertifizierte Baumwolle beziehen. Die ist laut unserer Spinnerei aber derzeit nicht verfügbar. Außerdem liegt die Mindestbestellmenge bei 20 Tonnen. Das wären ganz schön viele SOXN;) Eine weitere Alternative wäre Baumwolle aus den USA, die aber nicht 100 Prozent frei von gentechnisch veränderten Organismen ist. Also auch keine Option.

Ökologische Landwirtschaft hat auch soziale Auswirkungen.

Diese sozialen Aspekte können wir allerdings schon jetzt für den Anbau garantieren: Es gelten die gesetzlichen Mindeststandards. Und gerade Kleinbauern in ärmeren Ländern profitieren von der ökologischen Landwirtschaft, wie das Münchner Umweltinstitut auf seiner Homepage erklärt: "Sie kommen nicht mit gesundheitsgefährdenden Spritzmitteln in Kontakt. Anstatt für chemische Düngemittel viel Geld auszugeben, bringen sie hofeigenen Mist und Kompost auf die Felder. Für ihre Bio-Ware erzielen sie in der Regel deutlich bessere Preise. Außerdem bietet die vorgeschriebene Fruchtfolge den Landwirt:innen die Chance, weitere Bio-Produkte für die Ernährung der eigenen Familie und für die Vermarktung anzubauen und sich auf diese Weise unabhängiger von der Baumwolle zu machen."

Das Geschäft mit den Zertifikaten

Auf einem anderen Blatt steht, welche Bedingungen nach dem Anbau für die Weiterverarbeitung gelten. Auch das kann man sich zertifizieren lassen - wie wir das getan haben. So decken wir hohe soziale und ökologische Standards bei der Weiterverarbeitung der Baumwolle ab - vom Spinnen bis zum Färben. Das beachten wir: u.a. keine giftige Chemie, weniger Wasserverbrauch, kein genmanipuliertes Saatgut, Schonung der Ressourcen, faire Arbeitsbedingungen, gerechte Mindestlöhne, Arbeitsschutz, keine Diskriminierung, Gründung von Gewerkschaften, keine Kinderarbeit.

Unsere Strickerei in Sachsen ist gerade auf dem Weg, sich zertifizieren zu lassen. Das ist einerseits sehr aufwändig, andererseits teuer. Erst wenn wir uns danach auch noch zertifizieren, dürfen wir mit dem Label für ökologische und sozial verantwortliche Verarbeitung werben.

Die zwei Prozent Elasthan in unserem Socken sind nicht abbaubar.

Laut Textilkennzeichnungsgesetz müssten wir euch die exakte Materialzusammensetzung nicht verraten. Trotz 2 Prozent Elasthan könnten wir unsere Socken als "100 Prozent Bio-Baumwolle (kba)" labeln. Denn die Kunstfasern, sei es Polyamid oder Elasthan, sind bei uns nicht "formgebend". Wir schreiben die Zusammensetzung trotzdem ganz genau auf das Etikett. Denn wir stehen für Transparenz.

Es gibt wenige Alternativen zur Kunstfaser Elasthan - wie beispielsweise Roica Type V 550. Das ist allerdings nur unter sehr definierten Bedingungen industriell kompostierbar. Produziert wird es zukünftig auch nicht mehr in Deutschland, sondern in Japan.

Wir setzen deshalb sehr stark auf einen hohen Bio-Baumwoll-Anteil, probieren aber auch andere Materialzusammensetzungen aus - wie beispielsweise Merino-Wolle oder einen gummierten Unterfaden im Socken.

Kleine Mengen bedeuten auch wenige Tests.

Solltet ihr mal ein Problem mit euren SOXN haben, dann schreibt uns. Aktuell haben wir zum Beispiel das Sockendesign unserer LEOS angepasst, um es weniger anfällig für Löcher zu machen. Der Hinweis kam von Ines über Instagram. Danke dafür;)

Unser Socken kosten ganz schön viel.

Ja, das stimmt. Allerdings ist das der Preis für ökologischen Anbau von Baumwolle, sozial-verträgliche Standards bei der Verarbeitung und nicht zuletzt für eine Produktion in Deutschland. Hinzu kommt, dass Rohstoffe wie Baumwolle und Papier im Moment immer teurer werden. So hat sich allein der Preis für die Sockenproduktion in unserem ersten Jahr um zehn Prozent erhöht.

Wir sind nur zwei Jungs aus Leipzig.

Wir sind Designer, Verkäufer, Verpacker, Antragsteller. Hinter SOXN steht keine große Fabrik und kein großes Team, lediglich zwei Jungs aus Leipzig. Wir wollen uns als kleines Unternehmen in der Region etablieren und es euch ermöglichen, regional produzierte Socken zu kaufen, die bio sind und lange halten.

Zurück zum Überblick Nachhaltigkeit